Produkthaftpflichtversicherung

Die Produkthaftpflichtversicherung vergleichen lohnt sich

Hersteller (Auch Quasihersteller für importierte Produkte außerhalb der EU) und Händler haben bei ihrer Tätigkeit eine große Verantwortung und damit einhergehend ein hohes Haftungsrisiko. Sind die hergestellten oder gelieferten Waren mangelhaft, können sich hieraus durch deren Nutzung und Weiterverarbeitung bei deren Kunden Schäden ergeben und zwar Sachschäden, Personenschäden und Vermögensschäden.

In Abhängigkeit von Art und Umfang des Schadens sind im Schadensfall vom Hersteller oder Händler (Import von außerhalb der EU) nicht nur Nachbesserungskosten oder Nachlieferungskosten zu tragen. Bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden folgen in der Regel entsprechende Schadensersatzansprüche gegenüber dem Produzenten oder Händler und die Forderungen des Geschädigten können Produzent und Händler finanziell stark beanspruchen.

Hersteller und Händler haben die Möglichkeit, sich gegen die finanziellen Folgen solcher Schäden mittels einer passenden Versicherungspolice abzusichern. Dabei ist zwischen der allgemeinen oder auch konventionellen Produkthaftpflichtversicherung und der speziellen Produkthaftpflichtversicherung zu unterscheiden. Generell sind beide Produkthaftpflichtarten lediglich im Zusammenhang mit einer Betriebshaftpflichtversicherung versicherbar, diese Absicherung gibt es also nicht als eigenständige Versicherung, aber auch nicht jede Betriebshaftpflicht hat automatisch die Produkthaftpflicht und schon gar nicht die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung inklusive. Nicht jeder Versicherungsanbieter bietet diese an, daher ist hier eine klare Analyse und Beratung durch uns als Versicherungsmakler entscheidend.

Bei den meisten Produkthaftpflichtversicherungen müssen detaillierte Angaben zur Art der Produkte gemacht werden. Wenn hier nicht der Versicherungsschutz exakt angepasst wird, besteht dann im schadenfall kein oder nur unzureichender Versicherungsschutz!

Deshalb ist es wichtig sich von einem Gewerbeversicherungsmakler eine individuelle Risikoanalyse des Betriebes und der Produkte erstellen zu lassen, die alle Risiken aufdeckt und mitversichert. Fordern Sie hier eine verbindliche Risikoanalyse und einen Vergleich der Produkthaftpflichtversicherungen an:

Was ist versichert

Die konventionelle Produkthaftpflichtversicherung ist üblicherweise Teil der allgemeinen Betriebshaftpflichtversicherung und deckt wie auch die Betriebshaftpflicht in der Regel Sachschäden, Personenschäden sowie unechte Vermögensschäden ab. Mit „unecht“ ist die Vermögensschadenhaftpflicht gemeint, die aus Personenschäden oder Sachschäden entsteht. Die Kombination Betriebshaftpflicht und konventionelle Produkthaftpflicht deckt also Sachschäden, Personenschäden und unechte Vermögensschäden, verursacht durch die betriebliche Tätigkeit, erbrachte Arbeiten sowie hergestellte oder gelieferte Produkte.

Echte Schäden am Vermögen Dritter können indes nur über die erweiterte Produkthaftpflicht versichert werden. Die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung bietet ein umfangreiches Schadensspektrum. Sie tritt ein, wenn bei Schadensersatzsprüchen Dritter aus Vermögensschäden, verursacht durch ein mangelhaftes Erzeugnis oder ein Produkt, dem die zugesicherte Eigenschaft fehlt. Versichert sind in diesem Zusammenhang unter anderem Schäden, entstanden durch die Weiter und Endverarbeitung dieser Fehlprodukte, vor allem auch wenn während des Verarbeitungsprozesses andere Erzeugnisse damit in Berührung gekommen sind und dabei zu Schaden kommen. Beispielhaft seien hier die Unverkäuflichkeit einer Produktionscharge einer Lebensmittelherstellung auf Grund eines gelieferten, mangelhaften Gewürzes genannt oder das minderwertige Enderzeugnis, das wegen mangelhaftem Rohstoff nur mit einem enormen Preisnachlass an Kunden verkauft werden kann.

Welche Risiken sich noch möglich

Ebenfalls können gelieferte, montierte und gewartete Anlagen des Versicherten, sofern diese fehlerhaft sind und Produktionsschäden bei Dritten verursachen, in den Versicherungsschutz der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung fallen. Auch Kosten, die entstehen, wenn Dritte die mangelhaften Erzeugnisse ausbauen und durch fehlerfreie Produkte ersetzen, sowie durch mangelhafte Rohstoffe oder Zwischenprodukte erforderliche Prüf- und Sortierkosten bei der Serienproduktion von Dritten sind nur einige mögliche Schadensbeispiele einer Produkthaftpflichtversicherung. Für produzierende Gewerbe im Bereich der Maschinentechnik bieten wir auch die Leistungsgarantieversicherung an.

Die Produkthaftpflichtversicherung tritt nach Feststellung der Schadensersatzforderung Dritter in Leistung bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Vor unberechtigten oder zu hohen Ansprüchen wird der Versicherungsnehmer eben das Handelsunternehmen (Auch Quasihersteller für importierte Produkte außerhalb der EU) oder der Herstellungsbetrieb durch die Versicherung geschützt.

Die Prämien für Produkthaftpflichtversicherungen sind vor allem vom Umfang des Versicherungsschutzes und der Deckungssumme abhängig. Allerdings spielen auch die Branche des Versicherten, sein Umsatz und eine eventuell vereinbarte Selbstbeteiligung bei der Berechnung der Beitragszahlung eine Rolle.